Hallo, nach einiger Zeit in der Wüste. Ja ich lebe noch. Nicht allzuviel aber noch atme ich. Das war ein Abendteuer wo sogar ich an meine Grenzen kam, und dass heisst was. Für sowas braucht man starke Nerven und viel Ausdauer. Nun bin ich aber Körberlich ziemlich angeschlagen und bin mich wieder am erholen. Aber nun zu meinem aussergewöhnlichen Bericht:

Am nächsten Tag ging es dann weiter zu den grossen Dünen in M Hamid. Auch hier konnte ich dem Jeep nachfahren, der den besten Weg dahin kannte.Es war ziemlich holprig auf der ganzen Fahrt. Und es dauerte gute 3 Stunden bis wir ankamen. Die ganze Strecke sah in etwa so aus.Immer wieder waren Esel und Kamele zu sehen. Ich blieb nur einmal Stecken und konnte mich aber wieder schnell befreien. Als wir dann im Camp ankamen, war ich von nun an Teil der Gruppe und durfte auch mitessen. Das war mir mehr als Recht, den die ganze Fahrerei ist ziemlich anstrengend um dann noch zu kochen war mir einfach zufiel. Und so sieht das Camp aus.Überall sah man diese Camps die alle vor den Dünen standen. Alle 50m war eines für die Touristen aufgestellt und die blieben auch immer so stehen. Am Abend habe ich nicht mehr viel gemacht, war ich doch zu müde. Aber am nächsten Morgen bin ich dann auf, zum Dünenlaufen. Und sah nun zum ersten mal diese Schönheit der Dünen oder eben dieses Sandgebildes.Auch Eyla gefiel es hier sehr gut. Sie rannte überall herum. Da hatte sie klare Vorteile mit ihrem viermalvier.Am späterem Morgen reiste die Gruppe ab und ich war nun von jetzt an auf mich alleine gestellt. Ich nahm mir Zeit für die weiterfahrt und erledigte zuerst noch ein paar Dinge. Da ich nun schon seit 24h kein Internet hatte, kam ich auf die dumme Idee meinen Router unten an Drohnius zu befestigen und mit der 250m in die Höhe zu fliegen. Hätte ich sie oben befestigt, wäre das ja kein Problem gewesen. Denn unten hat sie Sensoren. Empfang hatte ich trotzdem nicht bekommen. Als ich dann wieder runter wollte, ging die Drohne davon aus, dass sie bereits in der Nähe des Boden war um zu landen und deshalb flog sie nur langsam runter. So konnte ich davon ausgehen, dass die Batterie nicht reichen würde um runter zu fliegen. Also holte ich mein Badetuch um wie die Feuerwehr, damit meine Drohnius aufzufangen. Sie flog nun doch bis auf 15 Meter runter ehe die Batterie versagte und die Drohne abstürzte. Doch ich war ja vorbereitet und konnte sie so mit dem Badetuch auffangen ohne das sie beschädigt wurde. Man war das ein Glück. Ich konnte sie doch erst gerade von der Reparatur und dem Organisieren wieder in Empfang nehmen. Anfangs blieb mir das Herz in der Hose stecken. Doch dann kam mir zum Glück die Idee mit dem Badetuch. Nun ging es ja nochmals Gut.

Unterdessen kamen auch zwei Personen und bestaunten Drohnius. Sie ließen sich damit auch fotografieren. Und ich packte nun alles zusammen und fuhr los. Ich wollte entlang der Sanddünen nach el Ghizlane fahren. So fuhr ich mal los doch merkte ich irgendwann, dass es hier nicht weiter gehen kann. So kehrte ich wieder um. Unterdessen hatte einer der beiden ein Motorrad und ich fragte ihn ob er den Weg dahin kannte. So fuhr er mir vor, aber ziemlich genau den gleichen Weg den ich ja bereits befahren hatte. Irgendwann wies er mich zu ihm und ich fuhr mich dadurch ihm Sand fest. Ja super.So machte ich mich an die Arbeit während der andere Berber mir dabei half. Stützen hoch, Brett unter die Räder und eines dahinter bis ich wieder einsackte. So kam ich wenigsten alle 15 Min. 0.5 Meter weit. Doch irgendwann rief dann der Berber den Traktorfahrer an und so kam dieser. Doch der wollte 3000€ haben. Ich sagte meinem Berberübersetzer, dass ich für dass gute 3 Monate arbeiten muss. Also kommt es mir auf diese paar Stunden nicht an und so kümmerte ich mich weiter um mein Problem, während die anderen zwei rege miteinander diskutierten. Irgendwann lenkte er ein und der Berber bat mich mein Drahtseil nach vorne zu nehmen um es dem Fahrer zu zeigen. Dann fing er an den Sand vor meinem Mobil zu ebnen damit er mich vorwährts rausziehen konnte. Ich wollte eigentlich hinten raus. Nun gut, dann eben so. So hänkte ich mich ihm an und er fing an mich zu ziehen. Doch irgendwann war ich mit dem Unterboden ganz auf dem Boden so dass es nicht mehr weiter ging. Ich rufte Stopp, doch er zog einfach weiter bis sich das Seil an den Brieden löste. Leider waren die nicht gut angezogen von dem Verkäufer damals. Ich hätte es mal besser noch kontrolliert. Nun hing ich so richtig in der Scheisse und war nun völlig abhängig vom Fahrer. Wenn der jetzt die ganze Aktion einfach abrechen würde, hätte ich ein echtes Problem. Doch Glücklicherweise machte er das nicht und ich hob mein Wohnmobil mit den Stützen nach oben während er weiter Sand abtrug. Auf ein neues. Doch diesmal beschloss ich kaum zu helfen mit meinem Mobil damit die Räder sich nicht eingruben. So gelang es schliesslich mich von meiner misslichen Lage zu befreien. Man war ich froh.

Und damit machte ich eine Planänderung und beschloss die ca. 10 Km wieder zurückzufahren um an den Bergen entlang zu meinem Ziel zu kommen. Denn die Leute sagten mir, es gebe kein durchkommen über chegaga wegen dem vielen Wasser. So in etwa war meine Route: Doch leider habe ich den falschen Rückweg gewählt und so fingen meine Probleme nun erst richtig an. Es gibt hier so viele Pfade, dass man einfach den Überblick verlieren kann, was nun genau geschah. Der Pfad war wohl für einen Jeep geeignet, doch nicht für mein Dickschiff. Nur wusste ich ja nicht was mich alles noch erwarten würde, so arbeitete ich mich einfach jedesmal frei wenn es nicht mehr weiter ging. Und das alle 10 Min. Und umkehren konnte ich nun auch nicht mehr, weil ich ja in die andere Richtung die Hindernisse überquerte und in der entgegengesetzten Richtung zum Teil mehr Probleme auf mich zukommen würden. Meist bleib ich beim überqueren der zahlreichen Bachläufe hinten am Rahmen hängen. Zudem waren die Bachläufe nun seit dem Regen den ich zuvor ja noch versprochen hatte, neu ausgeschwemmt. Damit war ich nun einfach zufiel beschäftigt um noch an Fotos zu denken. Aber eines habe ich noch gemacht beim Bachlauf beim Steinen füllen. Das war noch ziemlich am Anfang. So kämpfte ich mich fast Meter für Meter vor bis ich in ca. 7h gute 5 Km geschafft hatte. Und weil ein Bachbett wiedereinmal zu Steil hoch ging, beschloss ich etwas mehr rechts zu fahren und 15m weiter hochzufahren. Doch da fuhr ich mich im Bachbett fest. Es dunkelte bereits und so beschloss ich Ruhe zu bewahren und nun einfach aufhören sollte. Wenigstens war das Abendrot schön anzusehen.Ich ging davon aus, dass ich morgen Früh nur einmal unterlegen muss um wieder rauszukommen. So stellte ich meine Satschüssel wie jeden Abend vorne auf um mich beim TV schauen zu entspannen bzw. Abzulenken. Gegessen hatte ich bis jetzt nur Frühstück. Doch zum kochen fehlte mir nun einfach die Kraft. Ach wäre doch eine Frau da die sich um dass kümmern würde. So machte ich mir nur einen leichten Salat und schlief schon um 21 Uhr ein.

Am nächsten Morgen, es war nun ja schon Sonntag fuhr ich gleich bei Dämmerung los, bzw. Versuchte da rauszukommen. Doch ging es nicht so einfach, und ich hatte sicher 1.5-2h dafür. Ein Zeitgefühl hatte ich bereits nicht mehr. Da ich meine Milch nur auf den Sitz hinter dem Fahrersitz stellte, viel diese auch noch runter beim Versuch mich freizufahren. Ja super auch das noch. Also zuerst putzen, denn Milchsäure kann echt Jahrelang stinken.
Für was zu essen war ich viel zu gestresst. Als ich dann endlich oben war, beschloss ich Drohnius zu Hilfe zu nehmen und flog mal zwei verschiedene Wege ab. Doch so genau sieht man damit eine Flussbettsteigung auch nicht. So fuhr ich nun weiter auf einem der Wege. Unterwegs wie üblich viele Hindernisse wie zb. Dieses.Ein grosser Stein hatte sich vom Wasser auf meine “Fahrbahn” verirrt. Zum Glück habe ich ja Herkuleskräfte und konnte so das Ding wegrollen. Irgendwann kam ich dann bei der Verzweigung an um da auf einem anderem Weg wieder zurückzufahren oberhalb der grossen Dünen. Hier die Route dazu:Es war bereits wieder Nachmittag. Hier war das Land und die Strasse doch einiges besser. Doch auch hier gab es manchmal einen zerstörten Flussübergang und ich musste umkehren um den anderen Weg zu nehmen den ich zuvor gesehen hatte. Immer wieder gab es Abzweigungen die dann irgendwann später wieder zusammen führten. Doch wusste ich nie ob das nun eine Umleitung war, oder eben einen zweiten Weg. So passierte es doch einige male, dass ich mich für den falschen Weg entschied und musste Vernunfthalber wieder zurück fahren. Besser als entweder im Flussbett oder im Schlamm stecken zu bleiben. Doch auch hier musste ich manchmal grosse Mühe in kauf nehmen und Steine hinschleppen. Doch war ich wenigsten hier auf einer Offiziellen Strasse die nach Zaoia S abd En nebi führte. Unterweg mal eine Pause für Eyla um die Esel zu begrüssen. Die sind vorne an den Beinen zusammen gebunden. Eyla möchte sie am Hintern beriechen. Doch wollten die das nicht. Erst als ich eines am streicheln war konnte sie den Duft aufnehmen, doch nur kurz, den der blöde Esel schlug hinten aus. Doch Eyla ist ja eine ganz Flinke und war schneller.

Gegen fünf Uhr kam ich da nun auch an und ich hatte endlich wieder 2G Internet um wenigstens meine Whatsup Nachrichten zu empfangen. Nun gab es zusätzlich auch zu Hause bei einem Haus mit Mietwohnung Probleme. Die Heizung läuft seit Donnerstag nicht mehr. Wie sich später herausstellte war der Ölverbrauch höher als üblich. Bevor ich im September losfuhr hatte ich es noch kontrolliert und beschloss im Januar zu bestellen. Doch nun waren gute 1000 Liter weg und damit der Tank leer. Doch ein Freund von mir übernahm für mich die Bestellung für das Öl und so wurde es bereits am nächsten Tag geliefert. Ebenfalls bot ich den Heizungsmonteur auf damit das Ding wieder läuft. Früher hatte ich ja alles selber repariert.

Nun hier ist ein kleines Dorf mit wenigen Einwohner. Und wie immer kamen Kinder zu mir, denen ich Kaugummis und den Abfalleimer gab. Dann wollten sie noch meine Muscheln die auf dem Armaturenbrett lagen die ich vor einem Jahr von Portugal und danach von Südafrika gesammelt hatte. Also gab ich jedem Kind eine bis ich keine mehr hatte. Auch hier wieder ein tolles Abendrot.

Am nächsten Morgen machte ich mich gleich bei Sonnenaufgang wieder auf. Ich hatte noch 65Km vor mir.Die Pfade war am Anfang ziemlich eben und ich konnte diesmal mit guten 50Km/h statt den üblichen 15-20Km/h fahren.Doch ab und zu war Schlamm auf dem Weg wie hier. Da muss man einfach aufs Gas drücken mit Differenzialsperre drin. Es bremst ziemlich ab und ich hoffte auf keinen Fall hier stecken zu bleiben. Denn sonst müsste ich sicher eine Woche warten bis es trocken wäre. Aber ich kam durch. Ich weiss manchmal nicht was mir lieber gewesen wäre, Steine wovon das Wohnmobil stark rüttelt, oder diese Piste wo ich nie wusste komme ich durch. Ich kam aber gut durch und so schaffte ich gute 15 Km auf diesem Untergrund und das ziemlich schnell. Danach machte ich eine Pause bei einem kleinen Nomadendorf.Mein Fahrzeug sah nun so aus: Trotzdem gibt es noch gute Fotos von einer anderen Perspektive. Ich fragte die Leute ob sie Wasser brauchen, denn es macht ja keinen Sinn es wieder in die Zivilisation zurückzuschleppen. Sie nahmen es Dankbar an und brachten etwas 20 solcher Flaschen. Ich half dabei mit meinem Trichter und machte den Hahn auf und zu damit nichts in dieser Wüste verschwendet wird.Danach kam noch ein alter Man mit einer Stirnlampe den ich nicht verstand, bis ich rausfand, dass er Batterien dafür benötigt. Also gab ich ihm gleich ein zehner Pack der Grösse AA. Ich kann ja wieder kaufen, doch die hier nicht so schnell. Ebenfalls gab ich ihnen noch etwas Esswaren. Dafür durfte ich auch ein paar Fotos von ihrem Lebensdomiziel machen. Sie leben hier mit den Tieren zusammen im Zelt. Hier werden alle Flaschen aufbewahrt. Im Hintergrund sieht man Eyla der es gelang den Dorfhund zu besänftigen, der sie am Anfang immer angreifen wollte. Doch Eyla wich immer zurück und signalisierte, dass sie nicht kämpfen sondern spielen wollte.

Auch musste ich immer wieder ein Auge auf Eyla halten, falls ihr Jagtinstinkt geweckt werden würde. Den es laufen hier kleine Schafe, Katzen, Hühner und weiss der Geier noch was herum. Aber den hat sie eigentlich selten wenn auch Menschen da sind. Nun ging es aber, nachdem ich noch gefrühstückt hatte weiter. Ich war auch wieder lockerer drauf da ich wusste, dass ich es bald geschafft hatte aus diesem Schlamassel rauszukommen. Ab jetzt wurde es wieder holperig und die Landschaft war in etwa so:Holper holper. Unterweg nahm ich mir noch Zeit um diese schönen Felsformationen abzulichten.Wie in einer Märchenlandschaft, einfach traumhaft. Und damit ihr auch eine kleine Vorstellung von einem Teil der Fahrt machen könnt, gibt es nun noch bewegte Bilder.

Im Wohnraum kam so einiges durcheinander und der Dreck lag nur so rum. Doch heute hatte ich mich wenigstens nur zwei mal festgefahren im Flussbett. Nun waren es nur noch 11Km bis ich endlich wieder Teer unter meinen Rädern haben würde. Doch zum Abschluss muss ich mich wieder falsch entscheiden und nochmals auf dem einzigen stück Sand, dass es auf dieser Strecke gab festfahren. Ich hätte nur wenig aussen rumfahren sollen. Aber was soll`s, ich hatte ja jetzt genügend Übung. Und damit auch Zeit um es so festzuhalten damit ihr es sehen könnt. Also Brett unter die Stütze, und hocheben.Dann unter dem Rad mit Sand oder Steinen auffüllen und ein Brett direkt unter den Reifen legen und das auf beiden hinteren Seiten. Dann Steine holen und in das zuvor vom Sand befreite Loch legen.Während ich mich hier abschuftete brauchte Eyla eine Pause vom vielen zuschauen, dass offensichtlich sehr anstrengend für sie ist. Dann kamen uns Plötzlich eine bähende Ziegenherde mit lauter kleinen Ziegen besuchen.Die hatten nicht mal Angst vor Eyla, da sie offensichtlich mit Hunden aufgewachsen sind. Da dachte sich Eyla: Gleich mal ausnützen und den Speicher auslesen.Doch dann hatte eines trotzdem noch Angst und rannte davon, was bei Eyla den Jagttrieb auslöste. So musste ich die kleinen hübschen Viecher von ihr beschützen und rufte sie mit strenger Stimme zu mir. Sie gehorchte und die Kleinen gingen von dannen. Doch ich war ja immer noch festgefahren. Ich brauchte gute drei Anläufe und beim letzten beschloss ich hinten den Luftdruck auf 1.5 Bar abzulassen. Damit konnte ich nun die 6 Meter überwinden bis ich wieder festen Boden untern den Rädern hatte. Noch ein Foto von der Lage danach:

Nun konnte ich mich wieder aufmachen und fuhr weiter. Kurz vor dem Ziel eine Kontrolle.Die gibt es immer wieder im ganzen Land. Doch mich lassen sie immer gleich gewähren. Und dann endlich erreiche ich den Triumpfbogen den sie offensichtlich extra für mich aufgebaut hatten. Was für ein Sieg über die Natur.

Hier parkte ich mitten in der Stadt Foum Zguid und kaufte noch Milch. Danach ging ich zum ersten mal bei einem jungen Man essen, der mir zuvor geholfen hat einen Laden zu finden. Hier waren viele Katzen denen ich mein Reis zum essen gab. Sie assen es sogar.Eyla wollte nicht hierherkommen und lief ein wenig in der Gegend herum. Die Menschen hier meidet sie sowieso, da die eher meistens abweisend sind. Manche Katzen sitzen aber trotzdem auf den Bäumen.Ein Bettler kam noch und bat um etwas essen. Ich gab ihm zwei Brote mit Pommes drinnen und noch etwas von den Oliven. Danach stellte ich mich mit dem Wohnmobil auf einen Platz um da zu übernächtigten. Doch war der direkt neben der Mosche. Und der da in den Lautsprecher schrie, nahm seinen Job besonders Ernst und hörte kaum mehr auf in das Mikrophon reinzuschreien. Ist Gott etwa Schwerhörig? Dachte ich mir. Aber auch das werde ich noch Überleben. So schaute ich wieder etwas Fern über Grizzlis in Kanada und weiss nun wie ich mich zu verhalten habe falls mir einer in Rumänien begegnet. Natürlich gibt es da nur Braunbären. Um Neun Uhr schlief ich dann ein. Bei euch ist es dann ja 22 Uhr. So, dass war wohl mein längster und zudem spannenster Beitrag. Bis Bald. Euer René am erholen.