Und es geht weiter mit der endlichen Geschichte vom rumreisen.

Wir blieben noch bis am Dienstag an dieser Stelle und fuhren täglich auch mal zum 5 Km entfernten Hafen zum Einkaufen oder essen oder einfach zum Bummeln.

Das Wetter ist immer noch schön warm und auch die Sonne ist genügend da. Leider haben wir das Sieb vom italienischen Kaffeekocher am letzten Platz irgendwo verloren. So habe ich versucht mit einem Papier den Kaffee zu filtern.

Hat leider nur halbwegs funktioniert. Der Kaffee kommt nun immer auch hoch und so trinken wir erstmal griechischen Kaffee, statt italienischen. Dann kaufen wir uns ein Sieb und filtern ihn erstmal so. Denn so ein Teil ist kaum zu besorgen hier. Wir finden zwar eines aus Alu, doch diese funktionieren nicht auf meiner Induktionskochplatte.

Am Montag und auch Dienstag war das Wetter einfach nur perfekt.

Und wir sind nun schon mit drei Hunden hier mit blauen Augen. Ich konnte dem Kerl nicht wiederstehen und so war er viel bei uns oder lief mit uns und den Rädern fast bis ins nächste Dorf.

Es ist auch gerade überall Erntezeit. Massenweise Oliven werden gesammelt. Es wimmelt hier nur so von Olivenbäumen.

Wir fahren nun weiter in die nächste grössere Stadt um einen Kaffeekocher zu suchen. Und so fahre ich rechts ran und will noch etwas rückwärts fahren. Doch genau in diesem Moment hat ein Auto hinter mir geparkt, genau an der Stelle wo ich gerade durchgefahren bin. Nur da er so klein ist, sehe ich ihn nicht. Und meine Heckcam ist ja auch defekt und so fahre ich in ihn hinein. Er hupte noch, doch leider zu spät. Doch wie soll ich das wissen. Nun ich habe dank meiner federnden Stossstange hinten keinen Schaden, aber er schon.

Da wir uns überhaupt nicht verstehen können, rufte er die Polizei, die dann auch kam. Erst zwei Motorradfahrer und dann nochmals zwei. Denen mussten wir nun etwas nachfahren und landeten schliesslich auf dem Polizeiposten.

Dort konnte jemand Englisch und so schrieb er einfach ein Protokoll. Immer wieder redete der ältere Mann ihm dazwischen, was den Polizisten ziemlich nervte. Das Ganze ging eigentlich ganz harmlos ab. Nur mussten wir Beide noch blassen. 0.0 Promille bei Beiden. Der Polizist meinte, dass sie hier kein Gericht seien und nur den Tatbestand aufnehmen und der Rest müssen wir mit der Versicherung klären. Mir war das egal, da ja alles ok war bei mir. Nun unterschrieb er und auch der andere Mann. Ich jedoch werde nicht etwas unterschreiben was ich nicht lesen kann, was angeblich auch mein Recht ist. Und so drückte er Beiden eine Kopie in die Hand, und nach einer Stunde durfeten wir unseren Kaffeekocher weiter suchen. Haben wir ja auch schon während der Wartezeit auf die Polizei gemacht an der Unfallstelle. Deswegen habe ich ja auch angehalten weil ich einen Kaffeeladen sah. Nun was alles so passiert nur wegen so einem Sieb.

Nachdem wir noch ein paar Läden abgeklappert hatten, fuhren wir erfolglos weiter.

Und machten irgendwo unterwegs Richtung Athen eine Pause.

Der Bauer kam dann auch mal und hatte nichts dagegen, dass wir hier standen. Er machte uns nur auf die Wasserleitung aufmerksam, die vor mir am Boden lag. Die hatte ich aber auch schon gesehen. Vorne habe ich ja Sicht, nur hinten nicht mehr.

Später gingen wir noch einkaufen und so 5 Zigeunerkinder kamen um zu betteln. Immer wieder sieht man Zigeunercamps beim vorbei fahren in diesem Land. Auch Flüchtlingscamps sind manchmal zu sehen. Wir gaben ihnen ein Schoggistängeli und als ich ein Foto machen wollte von ihnen, flüchteten sie.

Haha, das ist also die Waffe mit der man sie vertreiben kann. haben wohl schlechte Erfahrung damit gemacht.

Unser nächster Schlafplatz war nun noch 40 Km entpfernt von Athen. Zuerst bin ich auf einen Acker gefahren,

doch der Boden war etwas weich und ich wusste nicht ob in der Nacht noch Regen kommt. Und so gingen wir erstmal eine Stunde spazieren und fanden dabei einen besseren Platz wo wir uns hinstellten.

Der Morgen danach erweckte uns mit einem fröhlichem Lächeln.

die zwei Wölfe durften raus und entdeckten gleich ein Gebüsche wo sie am rumwühlen waren. Ich entdeckte dann auch wieso. Denn eine Igelfamilie hat sich hier nieder gelassen.

Die können sich zu einer Kugel zusammen ziehen, so dass man keine Chance hat, den stachligen Panzer zu knacken. Mit der Pfote rugelte Eyla ab und zu den Igel herum. Nun gab ich ihr aber zu verstehen, dass das unsere Freunde sind und so liess sie von ihm ab und ging wo anders hin. Nach einer Weile war der Igel verschwunden. Er war übrigens sehr gross.

Wir fahren nun wieder weiter durch die schöne Landschaft. Es ist hügelig und überall sind Wälder zu sehen.

Nun schauen wir nach Wasser aus und finden auch gleich einen Zapfhahn an der Strasse wo wir tanken können.

Kurz vor dem Hafen fahren wir an der Metrom vorbei, wo ich noch hineingehe um einen Kaffeekocher zu suchen. Die haben zwar, 3 verschiedene Grössen doch alle wieder in Alu. Also weiter. Am Hafen von Elefsina parken wir schliesslich und verbringen den Tag hier.

Gleich auf der anderen Seite ist ein Jumbo und so gehen wir auch in den Laden.

Hier ist ja schon die pure Weihnachtsstimmung mit entsprechender Musik im Gange.

Hier kaufen wir uns nun eine Alu und verwenden nun eben nur das Sieb, das nur wenig kleiner ist. Hier kostet so ein Teil nur gerade mal 5€ was uns angemessen, nur für ein Sieb vorkam. Unterdessen habe ich noch der tschechischen Familie geschrieben, die vermutlich wieder auf den Platz gehen wo wir das Sieb verloren hatten. Am Abend war er dann schon da und hat es sogar gefunden an der Stelle wo wir es vermutet haben. Nur muss ich jetzt warten bis er in meine Richtung kommt, was noch ein Weilchen gehen kann.

Gegen Abend parken wir noch etwas um, da ich denke, dass wir in dieser Ecke am wenigsten stören.

Doch nach einer Stunde kommt die Hafenpolizei und die öffnen mir das bereits geschlossene Tor damit ich rausfahren kann. Denn man darf hier nicht in der Nacht stehen bleiben. So fahre ich nun eben 100 Meter weiter und stelle mich zu einem jungen Polenpärchen hin, das mit ihrem alten Wohnmobil hier steht. Die habe ich bereits kennen gelernt.

Wir geniessen noch das Abendrot das hinter den Schiffen in Erscheinung tritt.

Die Zwei wollen meinen Instagram Namen und sie geben mir ihren. Die Jungen sind wohl alle da drauf und wir alten auf Facebook. Sie wollen irgendwann mal auf dem Landweg nach Singapur und dann mit dem Schiff nach Australien.

Der Morgen wieder mit einem schönem Blick.

Ich stehe ja meist schon vor dem Sonnenaufgang auf. Das Wetter ist zurzeit einfach nur schön und warm. Da liege ich auch jeweils für eine Stunde oben ohne an die Sonne um etwas Vitamin D zu tanken.

Nun schreibe ich auch alle diese Zeilen und stelle schon mal den Tisch und die Stühle an bester Lage auf.

Ganz links im Bild zu sehen. Dort frühstücken wir nun.

Anschliessend geht es auf einen Spaziergang zu den alten Fracks die überall am Hafen rumhängen.

Auf eines können wir sogar drauf laufen.

Es kostet wohl zu viel diese zu entsorgen, so überlässt man dass dem Zahn der Zeit.

Wir laufen am Nachmittag noch auf die andere Seite am Hafen entlang und plötzlich ist da eine Katze die die Hunde entdeckt haben und zu ihr hin rennen. Die Katze ist so überrascht, dass sie gleich ins Meer springt wohin ihr natürlich niemand folgt. Dann klettert sie das Seil hoch, ist ihr doch etwas zu nass geworden. Aber so ein Salzbad tut ja auch mal gut. Ein Junge will ihr helfen, doch ich gebe ihm zu verstehen, dass er das lieber mal sein lassen sollte, die kommt auch ohne ihn klar.

Wir laufen zur Ausgrabungsstätte von Elefsina. Doch wir sind etwas spät dran und so beschliessen wir erst morgen rein zu gehen. Der Eintritt ist nur 3 € was ok ist. Und wir haben das Glück, dass ein Grieche, er nennt sich Hellene, gerade vor dem Eingang am warten ist. Und so erklärt er uns ein paar Dinge über seine Kultur und von woher manche Wörter stammen. Auch zeigt er mir welche Dinge man in Peloponnes anschauen kann. Die markiere ich mir alle auf Maps Me. Dann geht es wieder zurück.

Der Sonnenuntergang erleuchtet dann eine grosse Wolke so fest, dass ich gleich mal über dieser schwebe.

Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. (Ich habe das Bild gedreht)

Am nächsten Tag geht es nun zur antiken Stätte hinein. Die Wölfe haben wir im Schlepptau. Da es auch Strassenhunde hat, fallen sie nicht so auf. Eigentlich dürfen Hunde nicht rein, aber der Pförtner nimmt es nicht so genau, und ich sowieso nicht.

Hier soll der Eingang zum Hades sein. Also die Hölle.

Doch da will ich eigentlich nicht hin. Was heisst hier eigentlich, auf keinen Fall. So gehe ich doch lieber zu diesem Kirchenturm um in den Himmel zu kommen.

Das Ticket kriegt man aber nur von Jesus um da hoch oder wo auch immer der Himmel dann ist, zu kommen.

Doch nun sehen wir uns erstmal die vielen Steine an,die hier rumliegen.

Und oben auf dem Hügel ist noch ein Museum, dass von vier Frauen besetzt ist.

Wir sind in ständiger Beobachtung, warum auch immer. Es ist ja alles, zumindest das was man tragen könnte hinter Glas geschützt.

So soll das ganze mal ausgesehen haben.

Zuerst, links nur ein Tempel und dann mit den Jahren wurde weiter aufgebaut.

Nach ca. einer Stunde sind wir da schon durch und wir laufen wieder zurück.

Wir schlafen noch einmal hier während die Polen nach Athen fahren. Doch hier ist es bestimmt ruhiger. Am Morgen fahren wir dann ziemlich früh auch nach Athen und müssen durch die ganze Stadt durch, um zum Parkplatz zu kommen, der in der Nähe der Universität ist. Da stelle ich das Wohnmobil nun ab und schalte die Überwachungskamera ein. Das mache ich immer, wenn das Wohnmobil alleine steht. Die Wölfe müssen drinnen bleiben und auch die kann ich über eine Kamera beobachten. Das gibt mir einfach die Sicherheit, dass alles i.o. ist. Denn sobald sich was draussen bewegt, kriege ich eine Mitteilung und kann dann das Video anschauen. Meist ist es dann ein Hund oder ein Fehlalarm. So geht es nun mit den Rädern mitten nach Athen hinein. Das erste Ziel ist ein Berg der mitten in der Stadt steht. Von hier aus hat man eine gute Übersicht über die Stadt.

Dann fahren wir auf der anderen Seite runter und sind nun mitten im Zentrum. Wir beschliessen, die Räder abzustellen und schliessen sie am Geländer ab.

Roller hat es hier wie Sand am Meer, aber mein Rad hat trotzdem einen guten Platz gekriegt. Ich finde es das beste Mittel um die Gegend zu erkundigen. Man kann immer und überall halten und auch man kommt fast überall damit hin. Man kann damit auch in Parks fahren oder durch die engen Gassen. Wo auch immer man hin will.

Wir laufen nun durch die beschäftigte Gegend.

Dann geht es mit dem Rad weiter. Wir fahren einfach quer durch die Stadt.

Hier sollen die ersten olympischen Spiele gewesen sein.

Doch im 4. Jahrhundert wurden sie von Konstantin abgeschafft und erst im 19. Jahrhundert wurden sie wieder eingeführt.

Wir essen nun unseren ersten Gyros, jedoch mit Chickenfleisch der 2.90€ kostet. Sie sind etwas kleiner, deswegen essen ich gleich noch einen dazu.

Im Park treffen wir nun die Polen die mit dem Rad ebenfalls unterwegs sind. Die sagen uns, dass sie am Hafen stehen und es da Platz hat. So fahren wir zurück und beschliessen auch dahin zu fahren.

Der Verkehr hält sich noch in Grenzen und wir kommen nach 30 Min am Hafen an. Ich stelle mich wo hin und sehe überall 1000L Altölfässer. Das wäre ja eine super Gelegenheit um den bald fälligen Ölwechsel zu machen. Es fehlen zwar noch 3000 Km aber früher schadet ja nie. Doch erstmal geht es am Hafen entlang auf einen Spaziergang. Dabei halte ich Ausschau nach einem Gefäss wo mindesten 15 Liter rein gehen. Ich muss ja das Altöl erstmal wo reinleeren können. So finde ich einen weggeworfenen 25 Liter Kanister, den ich oben aufschneide und schon habe ich mein Gefäss. Dann lasse ich das noch warme Öl in den Kanister und wechlse auch den Ölfilter. Der erste Filter war aber der Dieselfilter, so wird der auch gleich gewechselt. Von dem habe ich ja zwei an Lager und von Ölfilter sogar drei. Dann wird das neue ÖL, insgesammt 14L aufgefüllt. Dieses schleppe ich ja auch schon lange mit. Nun bin ich wieder so 15 Kg leichter. Als ich gerade fertig war, kommt einer der Hafenmeister und meinte, man dürfe hier nur parken,wenn man auch ein Boot hat. Ich sage ihm, ich habe ein Boot und denke dabei an mein Gummiboot. Er fragt dann, wo das sei und ich sage ihm, im Camper, was er aber nicht versteht. Irgendwann begreift er es dann und meinte nur die, die grosse Boote haben. Na ja, wir lächelten uns immer dabei an und ich meinte, dass wir sowieso was anderen gefunden haben. Wir sollen zu Peer 9 fahren da dürfen wir stehen. Vermutlich ist es auch das was wir bereits beim Spazieren gesichtet haben. Doch angeschrieben ist es nicht. Das Altöl konnt ich ja schon entsorgen und auch alles andere in die Container, die hier massenweise rumstehen. Und so geht es zu unserem neuen Platz.

Hier ist es sowieso (wir schweizer sagen “eh”) schöner. Am nächsten Morgen erwische ich gerade noch das schöne Morgenrot.

Ich gehe gleich auf einen Spaziergang und laufe am Strand vorbei, wo ein Dutzend ältere Leute bereits am Schwimmen sind.

Ach ja, wie wir aus dem Internet erfahren haben, ist jeden ersten Sonntag im Monat freier Eintritt zu den Tempeln und den antiken Ruinen. Ansonsten müsste man 30 € bezahlen. Deshalb haben wir noch nicht alles angeschaut. Genau wie damals in Sizilien wo wir auf dem Tempelberg waren und es gerade dieser Sonntag war und so konnten wir dort gratis rein. Und nun ist ja auch gleich wieder der erste Sonntag im Monat. Und da wir sowieso hier bleiben, denn am Dienstag fliegt meine Begleitung wieder nach Zürich.

Am Freitag Abend habe ich mich noch lange damit beschäftig, um nach Südafrika zu reisen auf dem Landweg. Jemand fährt gerade da runter und sucht noch Begleitung. Sie haben auch einen Vario aber einen grossen Bus. Sie sind gerade in Spanien und setzten wohl bald nach Marokko rüber. Doch ist es für mich noch zu früh. Ich muss erstmal nächsten Jahr zurück reisen und meinen Zahn zu kriegen. Dann könnte ich auch los. Nun werde ich sie eben auf Instagram begleiten. Irgendwann werde ich das dann wohl auch machen.

Wir laufen noch in den Hafen wo wohl die luxuriösesten Schiffe von Griechenland stehen. Eine Jacht nach der anderen und eine teurer wie die andere.

Dann wieder dieses himmlische Schauspiel.

Am Samstag Abend baten mich die Restaurant- Besitzer doch in der Nacht wo anders zu parkieren, da sie ganz viele Gäste erwarten und die Parkplätze voll sein werden. Ich war bereist im Bett, es war ja schon nach 22 Uhr. Ich tat ihm den Gefallen und bin hinter den Hafen gefahren wo es auch leiser war. Dann am morgen Früh um ca. 7 Uhr bin ich wieder zurück. Anschliessend sind wir mit dem Rad die 10 Km nach Athen gefahren. Mehr gibt es aber im nächsten Blog.

So das war es wieder. Ab nächster Woche bin ich wieder alleine unterwegs mit meinen zwei Wölfen. Wer gerade hier auf Peloponnes ist, darf mich gerne kontaktieren.

Noch was zum Schluss: Ich habe noch die Rückkamera provisorisch repariert. Wie schon gesagt, ist die Hindergrundbeleuchtung ausgestiegen. Ich versuchte noch so eine LED Leiste zu kriegen, doch keine Change. Also habe ich das Ding geöffnet und die hintere Abdeckung weggelassen. Dann hinten ein Licht hingemacht. Walla.

Das Wetter ist übrigens meist Schön und noch sehr warm hier unten.