Noch sind wir in Montenegro unterwegs, aber bald passieren wir die Grenze nach Albanien. Bei einem Händler kaufen wir noch kurz Früchte ein und lernen ein paar albanische Wörter dabei, wie Guten Tag oder Gut. Ich denke,man sollte mindestens die Begrüssung in der Landessprache können um eben auch etwas Respekt zu zollen.

Dann kommt die Grenze. Es dauert nicht lange. Wir geben unsere ID, dann will er noch den Fahrzeugschein sehen, wo er vermutlich das Auto einträgt um sicher zu stellen, dass es auch wieder raus geht und schon konnten wir rein fahren. Wir machen gleich danach einen Halt. Denn es ist Sonntag und die Läden haben hier trotzdem offen und so gehen wir einkaufen. Dann fahren wir zu dem See und wollen da an eine Stelle fahren die bei Googlemaps als Freicamping angegeben ist. Und hier machen wir bereits die erste Taufe mit dem Land, dem Navi und den schlechten Strassen. Der Navi führt uns durch enge Gassen in eine Sackgasse wo es nun gilt, irgendwie wieder zu wenden. Als wir das geschafft haben, fahren wir eine andere Strasse.

Anfänglich ist sie gut, doch dann kommen wieder tiefhängende Bäume in den Weg. Schliesslich kommen wir nun auf die Zufahrtstrasse. Doch nun halte ich an und laufe erstmal nach hinten durch die vielen Baumallenen. Später hängen die Bäume wieder so tief auf der rechten Seite und links ist alles voller Müll mit Schlamm und Dreck. Nun breche ich die ganze Sache ab und wir beschliessen die 15 Km zu unseren Freunden zu fahren die auf einem Camping hausen. Auf dem Rückweg kommen wir auf eine sehr breite neue Strasse mit grossem Kreisel. Doch sie wurde nicht fertiggestellt, denn der Teerbelag fehlt. Wir denken, wenigsten viel Platz und so folgen wir ihr, denn der Navi zeigt an, dass sie uns auf die Hauptstrasse führt. Doch weit gefehlt. Ganz am Ende verhindert ein aufgeschütteter Hügel die weiter Fahrt und so müssen wir einen Teil wieder zurück fahren und biegen dann links ab und folgen einfach den Spuren der anderen Autos.

Dann endlich wieder auf der Hauptstrasse nach gut einer Stunde. Man, fängt ja schon gut an.

Nun treffen wir auf dem Camping ein. Doch hier ist nicht Albanien sondern eine europäische Oase.

Nun gut, hier hat man wenigsten etwas soziale Kontakte. Wir bleiben zwei Nächte hier und erkunden erstmal etwas die Gegend.

Zwei Männer sind dabei Vögel zu fangen, indem sie ein Netz aufspannen und davor einen Vogel im Käfig positionieren. Man sieht es kaum im Bild.

Nach zwei Nächten Camping, haben wir beschlossen in die Berge zu fahren. Die Anderen bleiben noch da, da sie bereits 5 Nächte gebucht haben. Und so fahren wir am Dienstag vor dem Mittag los.

Immer wieder trifft man auf frei laufende Tiere, die einfach so umher laufen.

Wir wollen zu einen Nationalpark der Thet heisst, hochfahren. Bis zum Pass ist die Strasse geteert, aber sehr eng. Es geht bis auf 1700 Höhenmeter hoch.

Doch dann ist nicht mehr viel übrig von einer Strasse. An einer Stelle hatten wir noch überlegt, dort zu parken, doch sind wir dann weiter gefahren, was sich im nachhinein als Fehler rausstellte. Denn die Piste wurde so wie auf dem Bild oben. Doch nun gab es kein zurück mehr. Also wurde erstmal geschaut wie der Zustand der Piste ist.

Und dann fuhr ich da in die Felswand rein. Rechts der Abgrund und links die Felsen. Na toll.

Vor uns war nun plötzlich sogar ein Stau und das mitten in diesem Gelände. Also warteten wir kurz, bis alle Fahrzeuge von der anderen Seite an uns vorbei fuhren und dann kamen wir dran. Ich war der Letzte. Mit weichen Knien setzte ich dann die Fahrt fort.

Die Piste wurde gerade von Baggern etwas verbreitert und immer wieder provisorisch präpariert, damit die Fahrzeuge durch konnten. Abendteuer pur. Eigentlich ja das, was ich immer suche. Doch wenn man dann mitten drin steckt, fragt man sich immer wieder, für was mach ich den das? Nun ging es aber auch noch hoch auf grossen losen Steinen. Hier muss ich dringend hochkommen und nicht stecken bleiben. Also gleich die Div.-Sperre rein und Kupplung los und ordentlich Gas geben.

Ich habe es schliesslich geschafft, die wohl gefährlichste Strasse von Albanien zu passieren. Wie sich später heraus stellte, war das der schwierigste Teil vom Ganzen. Nach diesen 500 Metern stellten wir das Dickschiff hier ab und nahmen die Räder nach vorn um anschliessend den Pass runter zu fahren.

Mit dem Bike ging es bedeuten besser und vor allem ist es weit aus weniger gefährlich.

Das Teil ist sicher in Rente und dient nur noch als Erinnerung an vergangene Tage.

Wir mussten nun insgesamt gute 1000 Höhenmeter runter fahren.

Nach gut 15km und ca. 1.5 Stunden kamen wir schliesslich unten an. Leider war da bereits Schatten. Und wir sahen ein, dass wir viel zu spät dran waren. Wir kehrten nun in die erste Fressbude ein und bestellten etwas zu Essen, um unseren Hunger zu stillen.

Doch mussten wir spätestens um 16 Uhr wieder beginnen hoch zu fahren, denn ich wollte solange es noch hell ist, die gefährliche Stelle mit dem Wohnmobil passieren. Ja ein Wohnmobil habe ich und kein Expeditionsfahrzeug, obwohl ich es immer wieder für das missbrauche. Wir redeten schliesslich noch eine Weile mit den Leuten die auch da waren und fuhren dann wieder los. Ein paar Pferde suchen gerade im Müll was verwertbares zum Essen.

Es galt ja nun die 1000 Höhenmeter und 15 Km zurück zu fahren. Die Accus habe ich etwas über 80% geladen, wie ich das immer mache. Ich hoffe, sie halten die 2 Stunden durch. Ich fuhr bis kurz vor Schluss auf der ersten Stufe, was eigentlich gut ging. In der Hälfte machten wir eine Pause und genossen nochmals den schönen Anblick.

Dann kamen wir schliesslich beim Wohnmobil mit noch 20% Accu an. Es dämmerte schon etwas. Doch es gab schon wieder einen Stau.

Aber sogar diese LKWs fahren da rüber. Nun lief ich nach vorne um mich zu erkundigen, ob es noch weiter geht oder nicht.

Ein Bagger war wieder dran die Strasse breiter zu machen, was ich sehr begrüsse.

Das Gesteine das zu viel war, wurde einfach runter geworfen.

Dann stellte er die Piste wieder einiger maßen her. Und wir legten einfach noch etwas Hand an, indem wir die grossen und spitzigen Steine wegräumten. Doch bis alles fertig war, war es bereits dunkel. Doch vor mir waren ja auch einige, die durch fuhren, also werde ich es auch probieren. Ich habe ja mindestens einen Versuch, wenn der klappt ist gut, ansonsten habe ich ja einen schönen gelben Sarg. Zu allem Pech lief nun auch der Jeep der vor mir war nicht an und die Leute versuchten mit normalem Kabel zu überbrücken was nicht gelang. Also holte ich mein Ueberbrückungskabel und als ich es endlich raus hatte, brauchten sie es nicht mehr, da sie beschlossen die Karre anzuschleppen. Dies gelang dann auch und dann war endlich ich dran um mein Leben zu riskieren.

Wieder gab es eine Stelle wo grosse Bollen-Steine waren und es zudem noch hoch ging. Also wieder Speere vorher rein und im ersten Gang mit kräftig Gas da durch. Geschafft. Diesmal entpfand ich es sogar etwas leichter, da ich es wohl besser einschätzen konnte, ob es links von mir noch genügend Platz hat für die Räder. Nun fuhren wir zu der Stelle auf dem Pass, wo wir eigentlich gleich von Anfang an hin hätten sollen und übernachteten da.

Am nächsten Morgen lies ich die zwei Wölfe raus und ging später auch raus. Da waren sie bereits weit oben. Ich erblickte sie nur, weil ein Stein sich gelöst hatte, der auf sich aufmerksam machte. Und so zog ich kurzerhand die Wanderschuhe an und ging zu ihnen hoch. Nun hatte ich auch einen schönen Blick auf die neue Siedlung die sie gerade am bauen waren.

Auf der anderen Seite ging es wieder runter und ich hatte einen schönen Ausblick.

Speziell diese alten Bäume die seit Jahrhunderten schon da stehen, faszinierten mich extrem. Es gibt ja nur noch wenige die so lange die Axt überleben.

Anschliessend ging ich wieder runter zu den Arbeitern. Ich holte einen Sack Kleider vom Wohnmobil und rief die Arbeiter herzu, die alle etwas davon nahmen.

Enjy war die ganze Zeit irgendwo da draussen und hatte auch schon einen kleinen Spielkameraden gefunden.

Nach einer Weile hörten die Arbeiter auf zu arbeiten, denn Frühstück war angesagt. Wir setzten uns dazu.

Zum Essen gab es einen Expresso und einen Raki Schnaps. Der Mann mit den roten Shirt, hatte dieses von mir bekommen. Auch fragte er nach einer Mütze und da ich noch eine von mir hatte, gab ich ihm die Grüne. Verständigen konnten wir uns kaum. Doch nach der Pause, kam noch der Chef und der sprach gut englisch. Und so redeten wir noch lange mit ihm. Er war sogar auch schon in der Schweiz für eine Hilfsorganisation am arbeiten gewesen.

So um 11 uhr machten wir uns wieder auf den Weg zurück zum Camping wo wir unsere Freunde abholten um dann weiter Richtung Süden zu fahren.

In Shengjin fahren wir schliesslich an den Strand um dort zu übernachten.

Der Ort tönt etwas chinesisch, doch nur der Name sonst nichts von China zu sehen hier. Erst räumen wir mal den ganzen Abfall beiseite, denn wir wollen ja auch ein wenig hier bleiben.

Eyla denkt sich dabei; ” Macht ihr nur mal, mich stört das nicht im geringsten.” Und Enjy geniesst den Sonnenuntergang.

Am Morgen laufen ein paar Ponys oder Pferde an uns vorbei und die Wölfe hinterher.

Dann versucht Enjy mit dem Gaul in Kontakt zu treten, was ihr aber offenbar nicht gelang.

Wir machen nun auch mal einen Ausflug zusammen zum Hafen. Die albanische Kriegsmarine ist wohl bereits besiegt.

Nach zwei Nächten der Mückenplage fahren wir weiter. Diesmal etwas in die Berge zu einem Stausee in einem Nationalpark.

Für meine zwei vorderen Begleiter ist das eine pure Herausforderung mit diesen Tunnel und Bergstrassen. Für uns ist das ein Klags. Axel hilt sogar mal im Tunnel an, weil er meinte, die Decke seit zu tief. Aber das täuscht eben. Und wenn man sich das nicht gewohnt ist, kann das schon mal ein mulmiges Gefühl hervorrufen. Dieses hatte ich ja auch ein paar Tage zuvor. Da war es dann für die Einheimischen ein Klags.

Als wir nun in Ulaz ankammen, nahmen wir die vielen Kleidersäcke raus und fingen gleich an diese zu verteilen.

Diese schleppen wir nun schon hunderte von Kilometer mit uns mit. Es kamen nun immer mehr Frauen und Kinder und stürzten sich förmlich auf die Kleider. Kein Wunder, es waren ja auch sehr hochwertige und Markenprodukte. Nach gut einer Stunde war es vorbei und alle 10 Säcke waren weg. Und ich hatte endlich hinten mein Bett wieder frei. Nun wurden wir alle eingeladen zum Kaffee trinken, in das Caffee neben an.

Den Kindern gaben wir die Hunde und die gingen voller Stolz mit ihnen etwas laufen.

Dann wurde der Koch organisiert, der ein Restaurant unten am See hat, dass aber geschlossen hatte, und so assen wir direkt vor dem See.

Gleich anschliessend lud uns eine Familie zu sich ein um Raki und Wein zu trinken.

Der Raki wird gerade selber gebrannt. Und das nur in diesem Pot.

Ein Rohr wird einfach durch einen Trog geführt, wo sich das Kondensat nun abkühlt und am Ende davon, fliesst der Schnapps direkt in eine Flasche.

Dunkel wird es ja schnell in diesem Land und so blieben wir bis 20 Uhr bei ihnen zusammen.

Am nächsten Morgen fuhr ich und Axel mit dem Bike über den Damm.

Bogen links ab, aber mussten dann mühsam am Seeufer entlang fahren, weil kein Weg da war. Und so kam es, dass wir irgendwann hoch mussten um die Hauptstrasse zu erreichen und so fuhren wir über offenbar privates Gründstück, Der Mann wedelte mit den Händen und kam dann zu uns. Als er merkte, dass wir Touristen sind änderte sogleich sein Gesichtsauszug und er lud uns zum Kaffee ein.

Auch er kam mit Raki angelaufen, doch da passten wir. Wir sind einfach nicht so eingetrunken wie dieses Volk hier. Auf dem Grundstück waren lauter Hunde und auch etliche Welpen.

Was er mit denen vor hat, fanden wir nicht heraus wegen der Sprachbarriere. Anschliessend fuhren wir wieder oberhalb zurück, indem wir uns einen Weg suchten. Beim zweiten mal, passieren des Dammes, standen zwei Polizisten mit Kalaschnikofs da. Keine Ahnung wie man das schreibt. Vermutlich ein Überbleibsel vergangener Tage.

Nun etwas später diskutierten wir, wie es weiter gehen soll. Die anderen zwei hatten genug von Bergen und ich wollte eigentlich noch ein wenig durch die Thäler fahren. So beschlossen wir, uns wieder zu trennen. Sie fahren nun vermutlich wieder auf einen Camping am Meer und wir fuhren noch am Sonntag weiter. Unterwegs nahmen wir noch Anhalter mit.

Und da diese in die nächste kleine Stadt mussten, hatten wir auch unser Ziel für heute.

Wir stellten uns auf einen Platz am Rand hin und gingen anschliessend in ein Restaurant zum essen. Dort redeten wir über eine Stunde mit einer jungen Frau die mit den Besitzern verwandt war. Dann konnte ich auch meine Antenne auf dem Dach wieder einmal gebrauchen um ein Wlan Netz aufzubauen. Damit wir einen Film über Internet schauen konnten. Doch der Empfang vom Restaurant reichte nicht in meine Kiste hinein.

Das Wetter hat nun umgeschlagen und es gibt ein paar Tage regen. Was sollst.

So Leute, jetzt könnt ihr ein wenig in die Tasten hauen, speziell die Leser im Hintergrund. Meldet euch doch einfach mal mit einem Hallo und ich finde deine Art zu schreiben einfach nur scheisse. 🤣